Bleckmarer Missionsfest mit Gästen aus Kenia und Südafrika | 18.07.2019

„Stellen Sie sich lutherische Kirche ohne Bücher vor!“
SELK: Bleckmarer Missionsfest mit Gast aus Kenia

Bergen-Bleckmar (Kreis Celle), 18.7.2019 – lkm/selk −Lutherische Kirche ohne Bücher? „Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe in Ihrer Kirche keine Gesangbücher, keine Agende, keine Kinderbibel, kein Studien- und Unterrichtsmaterial, keinen Katechismus.“ Tuomo Simojoki aus Finnland, derzeit leitender Mitarbeiter der Lutheran Heritage Foundation (LHF| www.lhfmissions.org) in Nairobi (Kenia) strapazierte auf dem Bleckmarer Missionsfest das Vorstellungsvermögen seiner Zuhörerinnen und Zuhörer, denn eine lutherische Kirche ohne die allernotwendigste Literatur war wohl für keinen der Gäste so recht vorstellbar. Doch in den wachsenden lutherischen Kirchen Afrikas ist das Unvorstellbare weithin der Normalfall. Um hier Abhilfe zu schaffen, lässt die LHF, wie es ihr Satzungszweck ist, lutherische Literatur herstellen, die den Kirchen kostenlos zur Verfügung gestellt wird – samt Einweisung in den Gebrauch. Das ist eine Herkulesaufgabe. Selbst die Tausenden von Katechi  smen, die von der LHF derzeit auf Kisuaheli hergestellt werden, reichen nur für eine von vielen lutherischen Diözesen in Kenia und den angrenzenden Ländern. Tuomo Simojoki, der mit seiner Familie derzeit in Europa ist, war auf Einladung der Lutherischen Kirchenmission (LKM) der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) Gast auf dem Bleckmarer Missionsfest, dem LKM-Jahresfest, am 14. Juli.

LKM- Roger Zieger übersetzte den Vortrag des Gastes auf Deutsch, bevor er selbst einen Überblick über den Stand der Arbeit in den verschiedenen LKM-Missionsprojekten und der Beziehungen zu den Kooperationspartner gab. Viele Projekte erhalten personelle und/oder finanzielle Unterstützung, etwa aus den USA oder Brasilien.

Missionar Christoph Weber setzte den thematischen Schwerpunkt des Tages mit einem ausführlichen Bericht über die Arbeit im neuesten LKM-Missionsprojekt, der „Lutherkirche“ am Rande der Innenstadt von Durban (Südafrika). Diese Kirche mit ihren angrenzenden Räumen und dem Pfarrhaus wurde im vergangenen Jahr endgültig von der ELCSA-NT (Evangelisch-Lutherische Kirche Südafrikas / frühere „Hermannsburger“ Kirche) übernommen. Da die bisherige Kirchengemeinde durch den Fortzug vieler Gemeindeglieder klein geworden war und die Kirche nicht halten konnte, ergab es sich, dass die LKM sie kaufen und für ein innerstädtisches Missionsprojekt erhalten und neu in Dienst nehmen konnte.

Das Missionsfest hatte mit einem Gottesdienst in der Bleckmarer St. Johannis-Kirche der SELK begonnen, in dem Missionsdirektor Zieger predigte. Kurzfristig konnte der Gottesdienst nicht wie üblich im Freien stattfinden, da es morgens einige Schauer gegeben hatte und die Wiese auf dem LKM-Gelände nass war. So mussten die etwa 200 Gäste in die Kirche ausweichen und dort enger zusammenrücken. Als Kontrapunkt zum eher bedeckten Wetter erwies sich die Missionsfestgemeinde als gut aufgelegt und spendenfreudig: Die Kollekte des Tages erbrachte 5.007,40 Euro!

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Ein Bericht von selk_news /
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