Jubiläumskonzert der Bethlehem Voices | 24.08.2019

Auch diesmal: mitreißend und einfühlsam
SELK: Jubiläumskonzert der Bethlehem Voices

Hannover, 24.8.2019 - selk - Mit dem gospeligen "Freedom is Coming" ("Freiheit kommt") aus südafrikanischer Tradition zogen am Nachmittag beim Jubiläumskonzert der in der Bethlehemsgemeinde Hannover der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) beheimateten "Bethlehem Voices" rund 50 Musizierende mit Schlagwerk und Gesang beschwingt in die evangelische Bugenhagenkirche in Hannover ein. Vor 20 Jahren wurde das Vokalensemble, dessen "Lieblingsmusik" nach eigener Auskunft "Gospel, Sacro-Pop, Klassik etc." ist, von Susanne Gieger (Hannover) gegründet. Sie leitet den Chor nach wie vor - und hatte auch heute im Jubiläumskonzert die Gesamtleitung. Zu den im Programm namentlichen aufgeführten 35 Chormitgliedern hatten sich ehemalige "Voices" und Instrumentalmusizierende zur Mitwirkung eingefunden.

"Freedom is Coming": Das stand durchaus programmatisch am Beginn des Konzerts. Dezidiert christliche wie auch gesellschaftspolitische Themen waren im Konzertprogramm zu hören. Inhaltlich sperrig und ins Fragen mitnehmende Texte - wie "Human"("Mensch"), arrangiert von Rory Charles Graham, oder "Not Ready To Make Nice" (Nicht bereit, nett zu sein), arrangiert von Oliver Gies, - wechselten sich ab mit klaren christlichen Botschaften und Ermutigungen, so in dem musikalisch breit und gefällig inszenierten Auferstehungsbekenntnis "Morgenstern" von Albert Frey oder dem mitreißend prägsam dargebotenen "Joyful, joyful" ("Freudig, freudig"), arrangiert von Mervyn Warren.

Der Vokalchor, dessen aktuelle Besetzung sich zu verschiedenen Stücken Ehemalige hinzugesellten, die in immer wieder wechselnden Besetzungen musizierende Band und das traditionell in Konzerte der Bethlehem Voices eingebundene Blechblasensemble der Bethlehemsgemeinde ließen das Konzert zu einem überaus positiven Erleben werden. Das Blechblasensemble bot unter der Leitung von Wolfgang Fleischer neben Einsätzen bei einzelnen Stücken ein viertelstündiges "Konzert im Konzert" und brillierte in neunköpfiger Besetzung, unter anderem im Zusammenspiel mit der Band mit dem von Susanne Sailer und Ansgar Sailer bearbeiteten Traditional "Wade in the water", das zu der Sorte von Musik geriet, von der man sich wünscht, sie möge nie aufhören.

Die Bethlehem Voices zeigten sich in ihrem Jubiläumskonzert besonders auch in beliebt-bewährten Stücken von ihrer besten Seite. So wurde das dem biblischen Psalm 62 nachgebildete vielfältig-anspruchsvolle "My soul waits for silence" ("Meine Seele wartet still") zu einem absoluten Höhepunkt. Vollends mitgerissen wurden die gut 150 Zuhörenden, die auch bis dahin schon mit Applaus nicht gespart hatten, als am Ende des offiziellen Programms das afrikanische Jesus-Bekenntnis "Akheko" erklang, arrangiert von Finn-Ole Steffen und von siebenfachem Schlagwerk begleitet, und ihm das Gospel-Finalstück "Shackels" ("Nimm die Fesseln von meinen Füßen") folgte.

Für die Zugaben hatte sich der Chor dann noch zwei echte Klassiker aus seinen Programmen aufgehoben: das fulminant durch die Band intonierte und strahlend klar dargebotene "Open The Eyes Of My Heart, Lord" ("Öffne die Augen meines Herzens, Herr") sowie das einfühlsam interpretierte Christus-Lied "Zwischen Himmel und Erde", das von jeher Ohrwurmqualität hat - die übrigens auch unbedingt dem im Eingangsteil musizierten, vom Oslo Gospel Choir arrangierten "Wrap your arms around me" ("Lege deine Arme um mich") zuzuerkennen ist.

Traditionell werden in den Konzerten der Bethlehem Voices auch die Zuhörenden eingebunden. War dies im Konzertprogramm schon mit dem Gottvertrauenlied "Du siehst mich" (Text: Barbara Schatz, Musik: Andreas Mücksch) der Fall, so beendeten Muszierende und Zuhörende dann auch gemeinsam die 110-minütige Konzertveranstaltung mit der dritten und letzten Zugabe, dem miteinander musizierten, an den biblischen Psalm 98 angelehnten Stück "Ich sing dir mein Lied" (Text: Fritz Baltruweit und Barbara Hustedt, Melodie: Aus Brasilien).

Am morgigen Sonntag erklingt das Jubiläumskonzert ein zweites Mal, dann in der evangelischen St. Johannes-Kirche in Wunstorf. Beginn: 17 Uhr.

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Ein Bericht von selk_news /
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