Wolfgang Huber besucht Tarmstedt | 23.01.2020

Wolfgang Huber besucht Tarmstedt
SELK-Gemeinde im Veranstalterkreis

Tarmstedt, 23.1.2020 - nl/WK/selk - Wolfgang Huber, promovierter Theologe und früherer Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat einen ziemlich vollen Terminkalender. Umso erfreulicher findet es der Tarmstedter Thomas Werner, dass der in Berlin lebende 77-jährige Professor und Vortragsreisende sich die Zeit nimmt, für eine öffentliche Veranstaltung nach Tarmstedt zu kommen. Am Mittwoch, 5. Februar, wird Huber im Forum der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Tarmstedt einen Vortrag über Ethik halten, über die "Grundfragen unseres Lebens". Beginn ist um 19 Uhr. Daran anschließen soll sich ein Podiumsgespräch. Zum Veranstalterkreis des Vortrags- und Diskussionsabends gehören neben Thomas Werner die evangelischen Kirchengemeinden Wilstedt/Tarmstedt und Kirchtimke, die Tarmstedter Salemsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) sowie die KGS Tarmstedt. Der Eintritt ist frei.

Dass Huber Werners Wunschkandidat ist, ist kein Zufall. Seit eineinhalb Jahren beschäftigt sich nämlich ein von Werner initiierter und geleiteter offener Gesprächskreis einmal im Monat mit genau diesen Grundfragen des Lebens. "Es geht darum, was richtig ist, wie man handeln sollte", so der pensionierte Lehrer. Grundlage dieser Treffen, die neuerdings an jedem ersten Mittwoch im Monat in der Tarmstedter Bücherei stattfinden, ist eine von der Akademie der Wochenzeitung Die Zeit herausgegebene DVD-Sammlung zum Thema Ethik mit insgesamt 16 Impulsvorträgen von Wolfgang Huber. "Das schauen wir uns zu Beginn immer zusammen an, und dann sagen die Teilnehmer was dazu", so Werner.

Nachdem mittlerweile 15 der 16 Lektionen bearbeitet und besprochen worden seien, so Werner, sei unter den Teilnehmenden der Wunsch aufgekommen, Wolfgang Huber statt immer nur auf der Mattscheibe einmal live zu erleben. "Seine Art der Vermittlung dieses grundlegenden Themas fanden alle sehr anregend", berichtet er. Huber habe die Gabe, schwierige Dinge verständlich darzustellen, "ohne dass es flach wird".

Da die für Hubers Vortrag eingeplante Zeit von 30 bis 45 Minuten nicht reicht, alle 16 Kapitel seiner Ethik-Reihe zu erörtern, wird es um diese drei Themen gehen: "Verantwortung: Wie wird man ein Weltbürger?", Informationszeitalter: Beherrschen uns die Medien?" und "Generationengerechtigkeit: Was hinterlassen wir unseren Kindern?" Bei der Themenauswahl hat eine große Rolle gespielt, dass sich davon auch Jugendliche angesprochen fühlen sollen.

Bei der Einladung Hubers wurde Werner von Wolf Warncke, Tarmstedter SELK-Kirchglied, unterstützt. Warnecke hält seit Jahren Kontakt zu Huber und spricht ebenfalls in höchsten Tönen von dem 77-jährigen Theologen. Beeindruckend sei nicht nur dessen Talent, die richtigen Worte zu finden, sondern überdies sein bescheidenes Auftreten. Das erlebten neben Werner und Warncke wie viele andere Tarmstedterinnen und Tarmstedter, als Huber vor knapp fünf Jahren erstmals in Tarmstedt zu Gast war. Damals ging es um Dietrich Bonhoeffer.

Wer am 5. Februar neben Huber am Podiumsgespräch teilnehmen wird, steht noch nicht abschließend fest. Gesetzt ist Thomas Werner, der die Leitung übernimmt, sich aber auch als aktiver Teilnehmer an der Diskussion beteiligen möchte. Zwei Plätze auf dem Podium sind für junge Menschen vorgesehen, je einer für einen Pastor und eine Lehrkraft.

Thomas Werner rechnet mit etwa 200 Besucherinnen und Besucher. Sie dürfen gespannt sein: "Huber leitet seine Vorträge immer mit einer Geschichte ein, die einen hineinzieht. Und schon ist man auf anregende Weise mitten drin", so Werner. Wolfgang Huber verzichtet auf das sonst übliche Honorar. Dafür wird um Spenden gebeten für den Wiederaufbau des Turms der Garnisonskirche Potsdam - Huber ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Kuratoriums einer Stiftung, die sich darum kümmert.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
Quellen: www.norderlesen.de [Bert Albers | 11.1.2020] und Weser Kurier [Johannes Heeg | 9.1.2020]
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