Theologiestudierendenkonvent tagte | 27.01.2020

Ökumene und Werbung um Theologiestudierende
SELK: Konvent der Theologiestudierenden tagte

Oberursel, 27.1.2020 - selk - Vom 24. bis zum 26. Januar kam der Konvent der Theologiestudierenden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu einem Konventstreffen in Oberursel zusammen. Thema des Treffens war "Ökumene". Dazu referierten SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) und Prof. Dr. Dorothea Sattler (Münster).

Bischof Voigt sprach am Samstagvormittag zur Ökumene aus lutherischer Sicht und ging dabei unter anderem auch auf ökumenische Gespräche der SELK mit der Union Evangelischer Kirchen (UEK) ein, in deren Rahmen es 2017 zur Veröffentlichung eines "Gemeinsamen Wortes" und eines "Briefes an die Gemeinden" aus Anlass des 200-Jahre-Gedenkens "Evangelische Unionskirchen und selbstständige evangelisch-lutherischen Kirchen 1817-2017" gekommen ist.

Am Nachmittag wurde in einem offenen Gespräch mit Prof. Sattler über theologische Grundlagen der Ökumene gesprochen. Die in der Ökumene renommierte römisch-katholische Professorin brachte dabei eigene Erfahrungen aus langer ökumenischer Praxis ein.

Neben den thematischen Einheiten sprachen sich die Konventualen in einer konventsinternen Einheit über das Studium im Allgemeinen und an den unterschiedlichen Studienorten im Besonderen aus und planten das Konventstreffen im kommenden Sommersemester. Die Amtszeit des bisherigen stellvertretenden Konventssprechers Joshua Volkmar lief mit dieser Tagung aus. Als sein Nachfolger wurde Werner Straeuli (Freie Evangelisch-Lutherische Kirche in Südafrika | FELSISA) für die Dauer eines Jahres gewählt. Erster Konventssprecher bleibt Benjamin Schütze.

In einem weiteren Gesprächsgang mit Bischof Voigt nahm das Thema der Gewinnung neuer Studierender einen breiten Raum ein. Gerade anhand der Zahlen derer, die aktuell Theologie mit dem Ziel studieren, in der SELK in den Dienst zu treten, wird die Brisanz des Themas besonders deutlich. Auf der Liste der Theologiestudierenden der SELK sind aktuell neun Studenten verzeichnet. Dem Bischof war es ein Anliegen zu erfahren, wie die Studenten ihren Weg ins Theologiestudium gefunden haben, was sie motiviert und was sie abgeschreckt hat. Das Gespräch gestaltete sich sehr offen und hob die besondere Bedeutung der jeweiligen Gemeinden und gemeindlichen Bezugspersonen hervor. Voigt erklärte gegenüber selk_news, dass er diesem Gespräch viele sehr wichtige Impulse entnommen habe. Er werde darüber in der Kirchenleitung der SELK berichten. Im Übrigen habe er sich über diese junge und hochmotivierte Gemeinschaft von Theologiestudierenden sehr gefreut. Der Bedarf an theologischem Nachwuchs in der SELK sei sehr groß. "Wir können jungen Leuten unter den Maßstäben menschlicher Voraussicht sagen, dass Sie nach einem Theologiestudium auch eine Anstellung in der SELK finden werden", so Voigt weiter. Er bitte die Gemeinde um stetige Fürbitte für die Studierenden und um "Arbeiter in der Ernte".

Andachten, Fußball und der Gottesdienstbesuch der Oberurseler St. Johannes-Gemeinde der SELK rundeten das Programm ab.

Neben den Theologiestudierenden der SELK sind auch Theologiestudierende der FELSISA und der Lutherischen Kirchenmission der SELK Teil des Konvents. Als Gäste waren außerdem weitere Studenten der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der SELK - unter anderem aus US-amerikanischen, brasilianischen und französischen Schwesterkirchen der SELK sowie auch aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck - dabei.

Der Konvent tagt einmal pro Semester, abwechselnd in Oberursel und anderen Orten.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
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