Telefon-Kirchkaffee in Schwenningdorf | 24.03.2020

Gegen den Trend: "Telefon-Kirchkaffee" in Schwenningdorf
SELK-Gemeinde praktiziert erfolgreich alternatives Modell

Rödinghausen-Schwenningdorf, 24.3.2020 - selk - Der Pfarrbezirk Schwenningdorf-Rotenhagen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hat am vergangenen Sonntag den ersten Telefon-Kirchkaffee seiner Geschichte erlebt. Die staatlichen Maßnahmen infolge der Coronavirus-Krise führen in den Kirchengemeinden zu einschneidenden Veränderungen, speziell zu einem Fasten von Gottesdiensten in (körperlicher) Gemeinschaft. Der Schwenningdorfer Kirchenvorstand hatte dazu einen kreativen Gedanken: "Wir können zwar mit unserer kleinen Kraft keine tolle mediale Präsenz erzeugen und unseren eigenen Gottesdienst im Internet anschauen. Aber wir können doch gemeinsam denselben Gottesdienst anschauen - wenn auch getrennt in unseren Häusern. Und danach können wir uns jeder ein Heißgetränk zubereiten und uns per Telefonkonferenz darüber austauschen."

Als Gottesdienst wählte die Gemeinde den Livestream der Apostelgemeinde Arpke der SELK, verwies aber ältere Gemeindeglieder auch an die Möglichkeit, sich einfach den Fernsehgottesdienst im Zweiten Deutschen Fernsehen anzuschauen. Fünf Minuten nach dessen Ende - um 10.20 Uhr - war dann die Konferenz eröffnet: Durch einen einfachen Festnetz-Anruf konnten alle Gemeindeglieder sich in eine kostenlose Konferenz einwählen. Das Experiment gelang: Die 15 Teilnehmenden, deren Ältester mit 83 Jahren, tauschten sich eine knappe Stunde intensiv über ihre persönliche Situation und den dazu passenden Trost aus dem Wort Gottes aus. Und erstmals konnten auch weit entfernt lebende Glieder der Gemeinde am Kirchkaffee teilnehmen. Am Ende verabredete man sich zu einer Wiederholung in der kommenden Woche.

Gemeindepfarrer Johannes Heicke empfiehlt den Gedanken zur Nachahmung, wo ähnliche Verhältnisse herrschen: "Zwar können bei der Deutschen Telefonkonferenz auf Spendenbasis beliebig viele Menschen teilnehmen. Deutlich mehr Teilnehmer hätten es aber nicht sein sollen, damit möglichst jeder auch zu Wort kommen kann. Vielleicht wäre in größeren Gemeinden eine Aufteilung in mehrere Gesprächsgruppen möglich." Bei Bedarf stellt die Gemeinde gern weitere Informationen und Hilfen zur Moderation zur Verfügung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Ein Bericht von selk_news /
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