SELK: 75 Jahre Gemeinde in Weissenfels | 29.11.2021

Festschriftpräsentation und Bischofsbesuch
SELK in Weißenfels feiert - eingeschränkt - Jubiläum

Weißenfels, 29.11.2021 - MZ/selk - Es ist auch für Pfarrer Thomas Junker eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen. Gerade in diesen für die Lutherische Schlosskirchengemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Weißenfels so bedeutungsvollen Tagen. Am kommenden Wochenende soll das 75-jährige Bestehen der Gemeinde in der prunkvollen Kirche auf Schloss Neu-Augustusburg gefeiert werden. Dann soll auch jene Festschrift zum Jubiläum vorgestellt werden, in die Superintendent Junker seit mehr als einem Jahr viel Kraft und Zeit investiert hat. Nach einem Beschluss der Gemeindeversammlung hatte sich der 60-Jährige auf den Weg gemacht, um die Geschichte der Kirchengemeinde im zurückliegenden Dreivierteljahrhundert aufzuarbeiten. Kirchenbücher, Protokollbücher, Briefwechsel und Berichte der Pfarrer waren dabei für ihn wichtige Quellen. ,,Ich habe mich durch dicke Aktenordner gearbeitet und Gespräche mit Zeitzeugen geführt", berichtet Thomas Junker, zugleich Herausgeber der Festschrift. Das mehr als 100 Seiten starke Werk spannt den Bogen von der Gründung der Gemeinde durch Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg über die Spaltung der Gemeinde und die DDR­Zeit bis hin zum Ausbau des Nordostflügels des Schlosses Anfang der 2000er Jahre. In diese Zeit fällt auch der Abschluss einer Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt Weißenfels als Eigentümerin des Schlosses und der Lutherischen Schlosskirchengemeinde, die bis heute gilt.

Dankbar ist Junker dafür, dass die Festschrift ausschließlich durch Spenden finanziert werden konnte. Die Gesamtkosten für das Werk in einer Auflage von 150 Exemplaren liegen bei rund 5.000 Euro. Wenn die Weißenfelser Gemeinde nun am Sonntag zu einem Festgottesdienst einlädt, dann werden dazu auch Gläubige aus den SELK-Gemeinden in Sangerhausen und im thüringischen Heldrungen erwartet. Die drei eher kleinen Gemeinden wollen künftig einen Pfarrbezirk bilden; seit Oktober ist Thomas Junker ihr gemeinsamer Pfarrer.

Gemeinsam werden sie das besondere Wochenende unter harten Auflagen begehen müssen. Ein ursprünglich nach dem Festgottesdienst geplanter Empfang wurde inzwischen abgesagt. Er soll im nächsten Jahr nachgeholt werden. Nur der Verkauf der Festschrift soll nun in den Gemeinderäumen möglich sein. Beim Gottesdienst am Sonntag, in dem SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) die Festpredigt halten wird, gilt für Besucherinnen und Besucher die 3G-Regel. Für jene, die sich vorher nicht testen lassen konnten, werden Tests bereitgehalten. Es gilt eine Maskenpflicht bis auf die Plätze. Die Kontaktdaten werden erfasst. Noch strenger geht es beim Konzert am Tag zuvor zu. Dort gilt am Samstag beim Adventskonzert (15 Uhr) die 2G(+)­Regel - Zutritt also nur mit Test. Maximal 50 Besucherinnen und Besucher werden in der Kirche zugelassen.

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Ein Bericht von selk_news /
Redaktion: SELK-Gesamtkirche /
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung | Andreas Richter | 29.11.2021
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