Kreuzweihe auf Friedhof in Oerrel | 05.12.2021

Kreuzweihe am Volkstrauertag
SELK-Pfarrer weiht weithin sichtbares Kreuz auf Friedhof

Oerrel, 5.12.2021 - selk - Eine besondere Amtshandlung fiel Propst Dr. Daniel Schmidt, Gemeindepfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Groß Oesingen, am diesjährigen Volkstrauertag zu. Angeregt von Ulrike Bührke, Bürgermeisterin der Gemeinde Dedelstorf und Kirchglied der Immanuelsgemeinde der SELK in Groß Oesingen, fand im Anschluss an die jährliche Andacht in der Friedhofskapelle in ihrem Wohnort Oerrel eine Kreuzweihe auf dem Friedhof statt.

Seit drei Jahren gibt es im Dorf Bemühungen, die Erscheinung dieser Ruhestätte zu verbessern. Daran beteiligten sich mehrere Dutzend Oerreler.

Durch eine Kranzaktion der Landfrauen kamen Spenden für die Errichtung einer Granitstele auf dem Urnensammelgrab zusammen. Gleichzeitig entstand die Idee, auf dem Friedhof ein großes Holzkreuz aufzustellen. Dies wurde von mehreren Männern aus dem Ort in Eigenarbeit umgesetzt. Das Holz einer gefällten Eiche wurde getrocknet, ein Tischler sägte daraus die Kreuzbalken und hobelte sie, ein Maler strich sie. Nur für die Statik musste ein Vertreter des zuständigen Bauamts hinzugezogen werden. Rechtzeitig einen Tag vor dem Volkstrauertag konnte das 5 Meter hohe, weithin sichtbare Kreuz errichtet werden.

Dankbar für die Arbeit der Liturgischen Kommission der SELK konnte Propst Schmidt einen neu erarbeiteten Ordnungsentwurf für Weihehandlungen einsetzen. Im Kontext des Volkstrauertages deutete er das Kreuz dabei als ein Zeichen für die, die Unrecht tun, und die, die darunter leiden. Mit der Bitte um Erkenntnis der Macht und Weisheit Gottes in der Torheit des Kreuzes und die Teilhabe am Tod und an der Auferstehung seines Sohnes wurde das Kreuz geweiht. So ragt es als sichtbares Bekenntnis des christlichen Auferstehungsglaubens hoch über dem Friedhof in Oerrel auf. Es ist damit ein Hoffnungszeichen für alle, die sich ihrer Vergänglichkeit und ihrer Schuld bewusst werden, und nicht zuletzt für die, die ihr Leben als Soldaten, in der Polizei, im Katastrophenschutz und in der Freiwilligen Feuerwehr für andere einsetzen.

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Ein Bericht von selk_news /
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